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18. Dezember 2015 / bubuludilli

Vorfreude

Hach, es ist wieder so weit: Das Material wird eingepackt, die Logistik geht ihren üblichen, chaotischen Weg, nicht mehr lange, dann spielt die Hanse wieder auf.

Dieses Mal geht es aufs Open Ear, dieses Mal die Indoor Version nach Erlangen. Mit im Gepäck sind dieses Mal T, A, S und F.

Hier mal noch der Mitschnitt vom sommerlichen Open Air:

Bis später?

 

6. September 2015 / bubuludilli

Warum denn? Warum?

Warum mache ich das?

Es ist ja nicht so, also ob hanseatische Musik unbedingt allen ästhetischen Anforderungen genügen würde. Daher wird sie ja auch zumeist zu besonderen Anlässen zelebriert. Auch ist es keine Frage warum man das macht: Geil isses! Freie Musik mit Kontrolle über alle Parameter der Musikalität, das einzige, worauf man achtet ist das, was man selber so von sich gibt und was die anderen um einen herum so machen. Also nicht nur Kommunikation mit sich selbst sondern auch Kommunikation mit dem Rest der Welt, also so etwa wie das Leben selbst ist.

Also warum zur Hölle sollte man so etwas alleine im stillen Kämmerchen machen fragte ich mich letztens als ich nach einem Tag des universitären tippsens meinen Synth aufbaute. Die erste Antwort war klar: Weil ich es kann, was denn sonst?

Sobald man sich ein wenig in die Maschinerie eingearbeitet hat erzielt man schnell lärmige, dicht klingende Ergebnisse. Aber damit hat es sich noch nicht ganz.

Während ich da dröhne und föhne gibt’s dann da immer noch irgendwas, womit ich nicht ganz zufrieden bin. Mal stimmt ein Faderverlauf nicht, dann habe ich das Gefühl einen nicht genug Vielfältigkeit in den Klang einzubauen oder ich vergesse ein geiles Feature meiner Hardware und ärgere mich den einen Knopf im Eifer des Gefechts nicht rechtzeitig gedrückt zu haben.

Also dämmert es mir: Auch komische Gerätschaften kann man üben, zumal man ja gerne mal ein Dutzend Soundspuren gleichzeitig am Laufen hat. Erschreckend zu sehen, wie einem das bisschen Multi-Tasking zu schaffen macht, man merkt es danach: Irgendwo hat man vergessen die Lautstärke zu korrigieren und schwupps ist da mitten im Flow ein harter Bruch. Es ist ja nicht so, als ob man auf einem Synth Skalen übt, an der Atmung schleift oder die handwerklichen Feinheiten des Vibratos übt…

Was passiert also: Aus dem musikalischem Dia- oder auch Multilog wird also ein Monolog. Aber das ist nicht weiter wild: Die besten Gespräche sind Selbstgespräche und ist alles was ich an meinen Gerätschaften tue ein rhetorisch Übung, ein vor dem Spiegel vorgetragenes, spontanes Rezitat, eine Aufgabe der Wortgewandheit an einen selbst, für einen Selbst.
Zweck der Sache? Wenn ich dann eines Tages wieder mit meinen Mithanseaten auf einer Bühne/in einem Kellerloch Kunst erschaffe kenne ich eine Borste meines Pinsels mehr.

Es hat niemand gesagt, dass sich der Weg dahin knuffig anhört, aber hey, wer genau hinhört kann vernehmen wie ich das ein-oder andere Knöpfchen drehe, einen Spannungsbogen herstelle, ihn unterwegs versaue und auf meine eigene Art und Weise aus einem Korg Electribe und einem EHX SMMHazarai zu machen versuche, was sich zwischen mir und der Gerätschaft in meinem Kopf abspielt.

Der unten folgende Track ist also gleichbedeutend dazu, wenn jemand Etüden spielt, Oktavsprünge übt, Fingersätze einschleift oder Partituren nachhört um ein Gefühl für Orchestrierung zu bekommen. Oder alles gleichzeitig.

28. Juli 2015 / cdm13

Achtelwahrheiten und Dreiviertellügen

Ein Anlegetipp der Außenstelle Sachsen der Hansestadt, für die nächste Binnenreise. Der Fluss ist nicht fern. In diesem Fall die Elbe. Ein kleines Dorf nebst Anteil am Elberadweg, Serkowitz genannt. Zehn Kilometer von Dresden entfernt. Es hat der Museen drei. Eins davon nennt sich Lügenmuseum und geht der Legende nach auf eine vorwitzige Nachfahrin des Barons von Münchhausen zurück. Sie wurde mit den Jahren immer schöner.

Ausgestellt werden Devotionalien des Absurden: Das Ohr von Van Gogh. Das Originalwasser von der Untergangsstelle der Titanic. Für Freunde des Schaurigen: Wenn man das Ohr ganz nah an den Lautsprecher eines alten Radios presst, kann man den Originalssound der Titanic hören, zwanzig Minuten, nachdem sie untergegangen war.

Der doppelte Boden versteckt sich gut zwischen den gestapelten Kuriosarien. Haben bewusstseinserweiternde Haushaltsgeräte das Ende der DDR mit verursacht?

Zwischen Lüge und Wahrheit die Frage, ob es die Freiheit des Lügens für alle gibt? Gibt es ein Recht zu Lügen und was geschieht mit dem, der die Barone Lügner nennt?

Das Haus der Lüge hat kein Dach, aber eine blaue Tür. Man ist willkommen, die Gefahr eines möglichen Einstürzens selbst zu überprüfen. Ein Hoch auf den Untergang.

Öffnungszeiten: Sa/So/Ferien/Feiertage 13-18h, 2/4€.

14. Juli 2015 / bubuludilli

Das Märchen von der Welt

man hält es nicht für möglich, die schönsten Sachen sind am Besten versteckt. So wusste ich nur vom Hörensagen um 3 Ecken von einem angeblichen Ambientfestival irgendwo.

Erst Vorgeschichte: Andi ist neben Sägenvirtuose auch zufällig passionierter und talentierter DJ, quer durch die Genres. So ist es kein Wunder, dass er manchmal einen Ruf erhält. Und als er auf das Open-Ear-Festival eingeladen wurde dachte er sich wohl: lass mal ein wenig Live-Musik machen. Und da wir uns sowieso schon zusammengetan hatten um einen mal mit Kopfhörern was auszuprobieren war klar: das wuppen wir.

Für mich die größte Herausforderung: Ambient. Es liegt dann leider doch in meiner zerstörten Natur Klänge gerne ins wüst-destruktive zu ziehen. Also bestand der Hauptteil meiner Bemühungen darin, mich im Vorhinein auf maximale Seelenruhe auszurichten und das Denken in ruhige Bahnen zu lenken. Zumal ich im privaten Kämmerchen in eher beat-basierten Bahnen unterwegs war: Hier gibt es ein Klangbeispiel von meinem ungefähren Setup, alles noch zu hart für ein Ambient-Festival

Als es dann losgehen sollte war ich positiv überrascht: Wir hatten spontan Zuwachs gefunden! Ein Überranschungshanseat, nennen wir ihn mal „M“ würde uns noch begleiten. Wie es das Schicksal wollte hatte Andi zudem noch ein kleines Buch dabei: Das „Märchen von der Welt“, nach Georg Büchner (aus Woyzeck). Ein todtrauriges Schriftstück, herzzerreißend illustriert, wenige Seiten totaler Absturz. Und weil das so untypisch war wurde noch im Auto auf der Hinfahrt unser Konzept ausgearbeitet: 5 Sätze, dann DJ-Set.

Noch ein Paar Worte zur Location: sehr Genial! Ein wundervolles Panorama über die fränkische Schweiz, liebenswerte Dekoration und angenehme Gesellschaft. Das ganze Ding stammt meines Wissens aus der Feder eines Gewissen Alex L. Ihm gebührt großer Dank!

Zum musikalischen Geschehen: eröffnet wurde der Abend durch das Akasha-Project, neben einem konzeptionell interessantem Ansatz gab es traumhafte Klangflächen kredenzt.
Im Anschluss war Alex selbst mit seiner Hang-Drum dran, ich persönlich hätte noch Stunden zuhören können.

Unser Set war eigentlich recht unaufgeregt: Textstück, danach Synthie, Computer, Sax/Flöte/Synthe. Und das beinahe ein halbes Dutzend mal. Nur, dass es verdammt traurig war.
Allzuviel gibt es tatsächlich nicht zu sagen, der Flow war durchaus vorhanden, die zeitliche Einteilung war gut gelungen und ich freue mich riesig auf eventuelle Aufnahmen! Im Anschluss an das Live-Set ging es direkt ins DJ-Set über, eine recht spaßige Kombination

Zu guter Letzt noch einmal ein riesiges Dankeschön an Alle beteiligten, es war wunderBärchen!

15. Mai 2015 / bubuludilli

Beinahe eine Probe

Die CampusKulturWoche nähert sich und die Hansestadt Bayreuth schippert in rauhen gewässern. Aber das sind wir ja gewohnt.

Da ein hochdotierter Mitmatrose leider nicht bei unserem sonischen Anschlag auf die Mensainsel dabei sein kann rutsche mir das Herz in die Hose. Ob wir wohl die gewohnte, klangliche Dichte erzeugen können? So ganz ohne KH? Dies galt es herauszufinden.

Und so kam es, dass der Gohlkomat und ich sich trafen. Neu dabei: Kopfhörer. das ist zwar an sich nix neues, aber anstatt die Ergebnisse unserer künstlerischen Schwimmstunde über eine Box zu reflektieren stöpselten wir den Krempel direkt auf unsere Ohren. Hat für mich als Saxer den Vorteil, dass ich unendliche Echos bauen kann ohne das Feedback zu fürchten. Aufgenommen wurde der Spaß nach etwas Tüddelei mit einem kleinen KaossPad 2, die Qualität ist also etwas Lo-Fi geworden. Horcht mal rein:

https://soundcloud.com/bubuludilli/voyage-i

Dies ist nur ein Teil des Abends, auf der Festplatte schlummert noch ein 30minütiger Opus, der muss erst noch zerschnippelt werden.

Also, esst erstmal, was auf den Tisch kommt🙂
Die ursprüngliche Befürchtung, dass wir da irgendwie nackig auflaufen ist komplett unbegründet, die Hansestadt brilliert in jeder Besetzung. Oder so ähnlich

22. April 2015 / Knut Holtsträter

Knut und Sohne am 19.7.2015 im Linken Laden in Hamburg

Mehr dazu hier:

http://wellenbecken.com/2015/04/22/dr-knut-und-seine-sohne-19-7-2016-linker-laden-hamburg/

Wird wohl geil🙂

14. April 2015 / bubuludilli

Es naht die CampusKulturWoche

Demnächst findet die CampusKulturWoche statt. Das ist schön, denn die Hansestadt Bayreuth lässt es sich nicht nehmen dem Studierendenparlament seine Dienste anzubieten.

Unten stehend findet man den aktuellen Entwurf zum Geschehnis. Es wird nervig, aufreibend, laut, kulturell wertvoll und sehr spannend für uns alle. Wir freuen uns auf euch!

Die Hansestadt Bayreuth: Gestrandet

Der Campusvorplatz der Universität der Hansestadt Bayreuth im Jahr 3157: Nachdem die ArchäologInnen die Überreste des Schlingensief-Manila-Desasters entziffern konnten, haben Sie sich auf ein Erklärungsmuster geeinigt, welches am Mi., den 20. Mai in einem historischen Reenactment dargestellt wird. Die Hansestadt wird zum 666. Jahrestag dieses denkwürdigen Ereignisses einer fünteiligen und dreistündigen Performance die biologistisch-tragischen Ereignisse des Jahres 2671 vergegenwärtigen.

Der Mensch lebt nicht von Brot alleine, daher nimmt sich die Hansestadt Bayreuth neben der autarken Plane und Schokopudding noch ihre Instrumentenkiste mit. Utopie oder Alptraum, zwischen dem Herr der Fliegen und the Beach eremitiert das Improvisationskollektiv um die Uni Bayreuth mit der Musik der Vergangenheit der Zukunft zu versorgen.

15. Dezember 2014 / Knut Holtsträter

Letzte Klangwerkstatt in diesem Jahr am 18.12.

Für Kurzentschlossene: Letzte Klangwerkstatt dieses Jahres am Donnerstag, 18.12., um 20.15 im MamaMia. Kommet alle herbei und bringt Eure Ideen, Instrumente, Körper, Urlaubsfotos und andere Sachen mit.

9. Dezember 2014 / Knut Holtsträter

Das Afrofuturistische Manifest und wie es dazu kam, Teil II

Yay, hier als zweiter Teil der komplette Mitschnitt zum Anhören und Liebhaben🙂

http://wellenbecken.com/2014/12/09/das-afrofuturistische-manifest-und-wie-es-dazu-kam-teil-ii/

9. Dezember 2014 / Knut Holtsträter

Das Afrofuturitische Manifest und wie es dazu kam, Teil I

Hey ho,

hier schon mal eine Spielbesprechung aus dem Wellenbecken:

http://wellenbecken.com/2014/12/02/das-afrofuturistische-manifest-und-wie-es-dazu-kam-teil-i/

Teil II soll bald folgen🙂