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28. Juli 2015 / cdm13

Achtelwahrheiten und Dreiviertellügen

Ein Anlegetipp der Außenstelle Sachsen der Hansestadt, für die nächste Binnenreise. Der Fluss ist nicht fern. In diesem Fall die Elbe. Ein kleines Dorf nebst Anteil am Elberadweg, Serkowitz genannt. Zehn Kilometer von Dresden entfernt. Es hat der Museen drei. Eins davon nennt sich Lügenmuseum und geht der Legende nach auf eine vorwitzige Nachfahrin des Barons von Münchhausen zurück. Sie wurde mit den Jahren immer schöner.

Ausgestellt werden Devotionalien des Absurden: Das Ohr von Van Gogh. Das Originalwasser von der Untergangsstelle der Titanic. Für Freunde des Schaurigen: Wenn man das Ohr ganz nah an den Lautsprecher eines alten Radios presst, kann man den Originalssound der Titanic hören, zwanzig Minuten, nachdem sie untergegangen war.

Der doppelte Boden versteckt sich gut zwischen den gestapelten Kuriosarien. Haben bewusstseinserweiternde Haushaltsgeräte das Ende der DDR mit verursacht?

Zwischen Lüge und Wahrheit die Frage, ob es die Freiheit des Lügens für alle gibt? Gibt es ein Recht zu Lügen und was geschieht mit dem, der die Barone Lügner nennt?

Das Haus der Lüge hat kein Dach, aber eine blaue Tür. Man ist willkommen, die Gefahr eines möglichen Einstürzens selbst zu überprüfen. Ein Hoch auf den Untergang.

Öffnungszeiten: Sa/So/Ferien/Feiertage 13-18h, 2/4€.

14. Juli 2015 / bubuludilli

Das Märchen von der Weltwar

man hält es nicht für möglich, die schönsten Sachen sind am Besten versteckt. So wusste ich nur vom Hörensagen um 3 Ecken von einem angeblichen Ambientfestival irgendwo.

Erst Vorgeschichte: Andi ist neben Sägenvirtuose auch zufällig passionierter und talentierter DJ, quer durch die Genres. So ist es kein Wunder, dass er manchmal einen Ruf erhält. Und als er auf das Open-Ear-Festival eingeladen wurde dachte er sich wohl: lass mal ein wenig Live-Musik machen. Und da wir uns sowieso schon zusammengetan hatten um einen mal mit Kopfhörern was auszuprobieren war klar: das wuppen wir.

Für mich die größte Herausforderung: Ambient. Es liegt dann leider doch in meiner zerstörten Natur Klänge gerne ins wüst-destruktive zu ziehen. Also bestand der Hauptteil meiner Bemühungen darin, mich im Vorhinein auf maximale Seelenruhe auszurichten und das Denken in ruhige Bahnen zu lenken. Zumal ich im privaten Kämmerchen in eher beat-basierten Bahnen unterwegs war: Hier gibt es ein Klangbeispiel von meinem ungefähren Setup, alles noch zu hart für ein Ambient-Festival

Als es dann losgehen sollte war ich positiv überrascht: Wir hatten spontan Zuwachs gefunden! Ein Überranschungshanseat, nennen wir ihn mal “M” würde uns noch begleiten. Wie es das Schicksal wollte hatte Andi zudem noch ein kleines Buch dabei: Das “Märchen von der Welt”, nach Georg Büchner (aus Woyzeck). Ein todtrauriges Schriftstück, herzzerreißend illustriert, wenige Seiten totaler Absturz. Und weil das so untypisch war wurde noch im Auto auf der Hinfahrt unser Konzept ausgearbeitet: 5 Sätze, dann DJ-Set.

Noch ein Paar Worte zur Location: sehr Genial! Ein wundervolles Panorama über die fränkische Schweiz, liebenswerte Dekoration und angenehme Gesellschaft. Das ganze Ding stammt meines Wissens aus der Feder eines Gewissen Alex L. Ihm gebührt großer Dank!

Zum musikalischen Geschehen: eröffnet wurde der Abend durch das Akasha-Project, neben einem konzeptionell interessantem Ansatz gab es traumhafte Klangflächen kredenzt.
Im Anschluss war Alex selbst mit seiner Hang-Drum dran, ich persönlich hätte noch Stunden zuhören können.

Unser Set war eigentlich recht unaufgeregt: Textstück, danach Synthie, Computer, Sax/Flöte/Synthe. Und das beinahe ein halbes Dutzend mal. Nur, dass es verdammt traurig war.
Allzuviel gibt es tatsächlich nicht zu sagen, der Flow war durchaus vorhanden, die zeitliche Einteilung war gut gelungen und ich freue mich riesig auf eventuelle Aufnahmen! Im Anschluss an das Live-Set ging es direkt ins DJ-Set über, eine recht spaßige Kombination

Zu guter Letzt noch einmal ein riesiges Dankeschön an Alle beteiligten, es war wunderBärchen!

15. Mai 2015 / bubuludilli

Beinahe eine Probe

Die CampusKulturWoche nähert sich und die Hansestadt Bayreuth schippert in rauhen gewässern. Aber das sind wir ja gewohnt.

Da ein hochdotierter Mitmatrose leider nicht bei unserem sonischen Anschlag auf die Mensainsel dabei sein kann rutsche mir das Herz in die Hose. Ob wir wohl die gewohnte, klangliche Dichte erzeugen können? So ganz ohne KH? Dies galt es herauszufinden.

Und so kam es, dass der Gohlkomat und ich sich trafen. Neu dabei: Kopfhörer. das ist zwar an sich nix neues, aber anstatt die Ergebnisse unserer künstlerischen Schwimmstunde über eine Box zu reflektieren stöpselten wir den Krempel direkt auf unsere Ohren. Hat für mich als Saxer den Vorteil, dass ich unendliche Echos bauen kann ohne das Feedback zu fürchten. Aufgenommen wurde der Spaß nach etwas Tüddelei mit einem kleinen KaossPad 2, die Qualität ist also etwas Lo-Fi geworden. Horcht mal rein:

https://soundcloud.com/bubuludilli/voyage-i

Dies ist nur ein Teil des Abends, auf der Festplatte schlummert noch ein 30minütiger Opus, der muss erst noch zerschnippelt werden.

Also, esst erstmal, was auf den Tisch kommt :)
Die ursprüngliche Befürchtung, dass wir da irgendwie nackig auflaufen ist komplett unbegründet, die Hansestadt brilliert in jeder Besetzung. Oder so ähnlich

22. April 2015 / Knut Holtsträter

Knut und Sohne am 19.7.2015 im Linken Laden in Hamburg

Mehr dazu hier:

http://wellenbecken.com/2015/04/22/dr-knut-und-seine-sohne-19-7-2016-linker-laden-hamburg/

Wird wohl geil :)

14. April 2015 / bubuludilli

Es naht die CampusKulturWoche

Demnächst findet die CampusKulturWoche statt. Das ist schön, denn die Hansestadt Bayreuth lässt es sich nicht nehmen dem Studierendenparlament seine Dienste anzubieten.

Unten stehend findet man den aktuellen Entwurf zum Geschehnis. Es wird nervig, aufreibend, laut, kulturell wertvoll und sehr spannend für uns alle. Wir freuen uns auf euch!

Die Hansestadt Bayreuth: Gestrandet

Der Campusvorplatz der Universität der Hansestadt Bayreuth im Jahr 3157: Nachdem die ArchäologInnen die Überreste des Schlingensief-Manila-Desasters entziffern konnten, haben Sie sich auf ein Erklärungsmuster geeinigt, welches am Mi., den 20. Mai in einem historischen Reenactment dargestellt wird. Die Hansestadt wird zum 666. Jahrestag dieses denkwürdigen Ereignisses einer fünteiligen und dreistündigen Performance die biologistisch-tragischen Ereignisse des Jahres 2671 vergegenwärtigen.

Der Mensch lebt nicht von Brot alleine, daher nimmt sich die Hansestadt Bayreuth neben der autarken Plane und Schokopudding noch ihre Instrumentenkiste mit. Utopie oder Alptraum, zwischen dem Herr der Fliegen und the Beach eremitiert das Improvisationskollektiv um die Uni Bayreuth mit der Musik der Vergangenheit der Zukunft zu versorgen.

15. Dezember 2014 / Knut Holtsträter

Letzte Klangwerkstatt in diesem Jahr am 18.12.

Für Kurzentschlossene: Letzte Klangwerkstatt dieses Jahres am Donnerstag, 18.12., um 20.15 im MamaMia. Kommet alle herbei und bringt Eure Ideen, Instrumente, Körper, Urlaubsfotos und andere Sachen mit.

9. Dezember 2014 / Knut Holtsträter

Das Afrofuturistische Manifest und wie es dazu kam, Teil II

Yay, hier als zweiter Teil der komplette Mitschnitt zum Anhören und Liebhaben :)

http://wellenbecken.com/2014/12/09/das-afrofuturistische-manifest-und-wie-es-dazu-kam-teil-ii/

9. Dezember 2014 / Knut Holtsträter

Das Afrofuturitische Manifest und wie es dazu kam, Teil I

Hey ho,

hier schon mal eine Spielbesprechung aus dem Wellenbecken:

http://wellenbecken.com/2014/12/02/das-afrofuturistische-manifest-und-wie-es-dazu-kam-teil-i/

Teil II soll bald folgen :)

1. Dezember 2014 / bubuludilli

Es ist gegengezeichnet!

Und so geschah es, dass das Innenministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Hansestadt Bayreuth im Jahre 3014 in die Rakete stieg, um sich zum Operndorf aufzumachen. Es galt das afrofuturistische Manifest gegenzuzeichnen und so die “multimediale Manifestation von Absichten, Wünschen, Hoffnungen und Ängsten, die unser Dasein und unser Wesen in diesem von uns gestalteten Sonnensystem betreffen” vom Jupiter-Mond Europa zur Regierungsstadt Sun Ras des Vierzehnten in Burkina Faso, Erde, zu bringen.

Hört sich mächtig versponnen an. War es auch. Und das ist gut so.

Für alle, die jetzt noch nicht wirklich wissen worum es geht, fange ich nochmal ein paar AE weiter unten an: Die Hansestadt Bayreuth ist ein Improvisationskollektiv, mehr Infos auf hansestadtbayreuth.wordpress.com. Musikalische Ausgestaltung, Besetzung und generelles sonisches Setup sind also eher wabernder Natur. Aus selbiger Truppe kam seinerzeit Knut Holtsträter auf die Idee, eine Space Opera zu verfassen und verfasste den unter diesem Link instrumentierten Inspirationstext. Und da nahm das Schicksal seinen Lauf. Wir krallten uns so etwa alle verfügbaren Performer/Musizisten und sponnen weiter an der Idee. Als Aufführungsort war das IWALEWA-Haus Bayreuth auserkoren, der 27. November 20:00 Uhr als Aufführungszeitpunkt. Die Besetzung manifestierte sich zu einem Oktett verschiedenster Performancegattungen, sowohl akustischer als optischer Natur.

Den Besucher erwarteten im Foyer des Iwalewahauses zuerst Klänge aus der Tuba, in der hervorragenden Akustik ein wahrer Ohrenschmaus. Pünktlich (das akademische Viertel mit eingeschlossen) ging es dann los, die Weltraummaus läutete das Geschehen ein und wurde durch den furios-infernalischen Raketenstart abgelöst…

Die Eigenheiten jedes Aktes aufzuführen würde den Rahmen sprengen, ich picke also lieber mal meine Highlights des Abends heraus und lasse den Rest der Meute bei Gelegenheit ihre eigenen Retrospektive bloggen. Der Abend war in 5 Akte aufgeteilt, bei uns Hanseaten waren 18 Einzelteile in einer Art “Partitur” zusammengefasst. Bei mir standen beispielsweise so Sachen wie: “Bari-Solo!”, “Melodica” oder “Ja”. Andere Spielanweisungen umfassten “Harp: Wir lagen vor Madagaskar”, “Einfach Irm”, “Kekse Verteilen” und “Müll einsammeln”. Aber wir wären ja nicht die Hansestadt, wenn wir es nicht auch geschafft hätten teils aus purer Inbrunst, teils aus wahrer Verwirrung heraus dieses Arrangement nicht teilweise in Schutt und Asche zu legen. Das tatsächlich Schöne dabei aber: Egal wie zerstört irgendjemand dabei durch die “Noten” eierte, es kam alles wieder zusammen.
Weiterhin sehr schön war auch das Publikum. Nicht nur, dass welches anwesend war, nein, wir hatten ein wunderbar-aufmerksames, interessiertes Publikum, welches sogar nach einer Zugabe verlangte und (zumeist positives) Feedback gab. Und noch das Manifest mit uns gegengezeichnet hat und so Teil des Geschehens wurde.
Für mich ein wenig enttäuschend war, dass ich vor lauter Fokus auf meine Gerätschaften die Kunstblutorgien und andere (sicherlich sehr spannende) Aktionen nicht voll mitbekommen konnte. Aber was egal, ich hatte meinen Spaß :)

Nach diesem durchschlagenden Erfolg, diesem erfüllende Spielerlebnis dieser knorken Mitkünstler bin ich nun sehr gespannt, was die Ex-Post-Analyse des Materials ergibt (Dank an Jens, das alte Goldstück). Aktuell sieht es so aus, als ob wir das ganze Ding auf schweres Vinyl pressen lassen und Ai Weiwei um eine Skizze für das Cover bitten, ein Vorwort von Aino Laberenz dazu? Spaß beiseite: Geeignetes Material wird zum Nachfühlen und Wiedererinnern beizeiten zur Verfügung  gestellt. Mir bleibt noch mich bei Fabian für die ausdauernde Betreuung und bei Alex für das spontane Technikgeschwurbel zu bedanken, und nun versuche ich wieder in einen Alltag hereinzufinden, in dem Kunst nicht zu Energie umgewandelt werden kann.

Mit spacigen Grüßen

felix

taktischer offizier des Innenministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Hansestadt Bayreuth

27. Oktober 2014 / Knut Holtsträter

Unterzeichnung des afrofuturistischen Manifests am 26. Nov. 2014

Das Ministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Hansestadt Bayreuth zeichnet das afrofuturistische Manifest gegen. Space Opera in 5 Akten

Mittwoch, den 26. November 2014 um 20 Uhr im IWALEWA-Haus, Wölfelstraße 2, Bayreuth

Mitwirken wird der Doppeldreier der Hansestadt Bayreuth mit Steuermann/frau:

Andreas Gohlke (Synth/Laptop/Singende Säge/Jagdpfeifen)

Johannes Greber (Schlagzeug/Kontrabass)

Knut Holtsträter (Gitarren/Harmonikas/Tuba/Stimme)

Natalia Igl (Rezitation/Leselampe)

Nora Niethammer (Performance)

Nicolas Scholz (Gitarre)

Felix Schrade (Saxophone/Flöte/Mischpult/Novation/Little Devices)

Worum es geht:

Wir schreiben das Jahr 3014, wir befinden uns im 25. Jahr der Regentschaft Sun Ras XIV. Die Menschheit hat im 21.Jh. gelernt aus Kunst Energie zu schaffen und hat in kürzester Zeit das Sonnensystem besiedelt. Doch es fehlt eine gemeinsame Energiepolitik, eine gemeinsame künstlerische Perspektive. Das afrofuturistische Manifest soll diesen Missstand beheben.
Die Hansestadt Bayreuth startet mit ihrer kleinen Rakete vom Jupiter, um das Manifest gegenzuzeichnen. Dies ist ein Reisebericht.

Anschließend Barbetrieb und DJ-Lounge mit DJ Experimentelle Soundcollagen und seiner aufblasbaren Diskokugel.

Und so könnte es vielleicht klingen: https://soundcloud.com/misfitsofscience/sets/das-afrofuturistische-manifest

das afrofuturistische Manifest 3014-Hansestadt Bayreuth

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