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19. März 2013 / djdadaeus

Der Elephant onaniert bei Kandinsky…

Angekündigt war es ja schon für die Vernisage, nun ist es zur Finisage passiert. Nachdem einige Kunstwerke versteigert wurden und die Stimmung im eher jungen, aber doch gemischten Publikum etwas ausgelassener war, geschah es: Der Elephant inkanierte bei Campus Kandinsky. Angekündigt vom Moderatorenteam als in Bayreuth sehr beliebte Band (wie kommen die auf sowas?), dafür diesmal mit komplettem Namen, gings gen 20 Uhr auf die Bühne im Hörsaal, vielmehr vor die Bühne unter die Menschen.Leider fand das Ganze nicht wie bei der Vernisage in den Katakomben statt. Man kann nicht alles haben.

Es erschien eine neue  elefantöse Minimalkonfiguration, die einen maximalen Effekt mit minimalen Mitteln erziehlte. Felix an Chaoszillator, Chaospad und anderem elektronischem Geschrabbel, schön geparkt auf original Bayreuther Bierkästen. Ich nur mit Mikro und viel sinnlosem Spielzeug bewaffnet. So ging es durch die anfangs noch schön auf Stühlen sitzende Menge-die gen Ende deutlich dezimiert war. Ansonsten, der normale elefantöse unmusikalische Wahnsinn. Leute wurden mit Dosenbier getauft, Oberkörper bemalt, der Geist des Kapitalismus beschworen und japanischem Pudding wurde ebenso gehuldigt wie der goldenen Ära des Realsozialismus. Besonders witzig, wieviel Fotos stellenweise gemacht wurden-der Elephant als lebendes interaktives Realkunstwerk. Passiert hier halt nich alle Tage, das lustig bekleidete Leute Plüschtiere durch die Gegend schmeissen und sich auf dem Boden wälzen.

Mal wieder erbrachte somit die Hansestadt in starker Kontrastierung zum poppigen Pausenact sehr lebhaft den Beweis, dass Kunst nicht angenehm sein muß. Verstörte, aber auch durchaus erfreute Gesichter und viele Sympathiebekundungen sowie mögliche Auftrittsanfragen nach der Performance zeigten: Erstaunlicherweise gibt es doch einen Markt für die, naja, düstere, andere Seite der Kunst.

Danke auf jeden Fall nochmal an das Campus Kandinsky Team für die generell großartige Woche und für die Möglichkeit, derart in die Aftershow überzuleiten, die dann tanzbarere,  elektronische Klänge hervorbachte. Schön war es.

Die Wirkung des Elephanten auf den guten Geschmack
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