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20. Mai 2013 / bubuludilli

Viel ist passiert

Hallo Welt,

hier ist Felix, euer ein Hansestadtschreiber, live und direkt von hinter seinem Hackbrett. Wie in der Überschrift erwähnt hat die Hansestadt mächtig viele Gewässer beschippert, neue Völker kennen gelernt, Tiere entdeckt, kartographiert und nebenher mal wieder ein wenig Kultur erzeugt. Wo? Wie? Wann? Ich schlag mal das Logbuch auf:

1) Die Blaue Nacht, das ist schon wieder mächtig her. Da ich zu selbigem Zeitpunkt auf Quarantäne in meiner Kajüte lag kann ich dazu leider nix sagen. Man munkelt aber, dass R.Wagner mit einem X-Flügler heimgeholt wurde, oder so ähnlich. Und Visuals gabs wohl auch. Auf diesem Video sind ein paar schemenhafte Klangkünstler zu sehen:

2) Der Blaue Elefant war wieder unterwegs.  Anlässlich der Wiederkehr von Hgich.T im Glashaus Bayreuth hat sich eine neue Inkarnation angebahnt. Das Ziel war es, wieder einmal schlechter als Hgich.T zu sein. Ob wir das wirklich geschafft haben lass ich mal dahingestellt. Folgendes Prozedere ergab sich über den Abend: The Mastermind Thaddl, Major Dicks aka Felix und Knut, die olle Lärmschleuder fanden sich in den geheiligten Hallen ein, nachdem eine Woche zuvor eine grob gehackte Setlist geschrieben wurde. Das Bumm-Zack Mutterschiff mit Monotron-Bass wurde an die wattstarke Anlage angehängt, die mehrfach in sich selbst gespiegelte Gitarre geladen und nach ein wenig DJing eröffnete Portsmouth Symphonia das Spektakel. Das diesmalige Setting war ein wenig liturgischer gehalten, Loblieder auf Kleidergroßhändler, Psalme über die Schönheit des alkoholisierten Journalistentums und Massaker an zeitgenössischem Zitatwerk bauten auf den performatorischen Höhepunkt auf. Ausgestattet mit zwei Schüsseln gelber Gallerte (essbar) fing Pumba an, die Welt an der omnipotenten Ästhetik des Puddi Puddi teilhaben zu lassen. Okay, ich geb zu, der Dancefloor ähnelte danach eher einer Eiskunstlauffläche, aber hey, die Leute hatten Spaß. Auch für die Hanseaten war dies eine Premiere und allgemein ganz toll.
Nach der Orgie wurde dann der Elefant rituell begraben, Dosenbierkommunion gefeiert und langsam aber sicher Abstand von der diesmaligen Inkarnation genommen. Zugabenrufe hat der Gitarrist zunftgemäß mit Mittelfingern quittiert und das Feld wurde dem Hamburger Künstlerkollektiv überlassen. Am Ende waren alle glücklich, dreckig und betrunken. Das Kunst nicht immer schön ist, sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Dennoch freuen wir uns auf die nächste Beweisführung
Bilder werden noch organisiert…

3) Doch von dieser Eskapade war die Hansestadt noch nicht erschöpft. Im Rahmen der CampusCulturWoche war Gegenkunst auf dem Programm:
Die konzertante Situation wohlgepflegter Musik mit freiwillig (am Ende gar noch Eintritt zahlendem) Publikum musste durchbrochen werden! Eine Bühne aus Bettlaken vor der zentralen Bibliothek der Universität Bayreuth zur Mittagszeit war der Spielplatz folgender Besetzung:
Andreas g: Synthigeschwurbel
Knut h: Effektboard und Kabel
Max f: Electribe
Thaddäus z: Staffelei, Farben und Pinsel
Felix s: Altsax mit feedbackkapazitativem Echogerät
Das alles lief in bescheidenen 250 Watt portabler Lautstärkermacht zusammen und beschoss die Umwelt ab punkt 12 mit X, Y und Z. Dazu gab es gemaltes vom Zucker.
Ein erster Eindruck

Man vernimmt langsame Gehversuche der Künstler auf der Kulturfremden Insel „Mensavorplatz“. Schallwellen und Elektronen geben sich die Hand und beschließen den einheimischen mal zu zeigen, wie weit die Klangkunst und die kommunikative Musik mittlerweile gekommen sind. Die Gesichter manch eines ahnungslosen Studenten waren hart an der Unbezahlbarkeitsgrenze.

Warum musste so etwas schönes eigentlich enden? Aufgrund von Kommunikation mit optimistischem Interpretationsansatz fanden sich die Mitarbeiter der umliegenden Gebäude und die Hanseaten in der einmaligen Situation wieder, einem Guerillakonzert beizuwohnen. So kam die Obrigkeit nach 20 Minuten und bat die versammelte Mannschaft darum, den Anker wieder zu lichten und den Bayern 3-gewöhnten Ohren wieder ihre privilegierten Illusionen zu lassen.
Ein kleines Vermögen für o2 später ließ sich telefonisch dann auch der Fehler in der Kommunikationskette ermitteln und da das Eigenkapital der Hansestadt Bayreuth noch keine Rechtsstreitigkeiten zulässt haben wir unsere sieben Sachen gepackt…
Die gesamte Aktion hat riesig Spaß gemacht, Kultur kam auf den Campus, was will man mehr?

Die Kurzreprise der Heimholung von Richie Dabbelyou gibt es übrigens zur Wagalaweia-Aprty am 22. Mai im Glashaus unter neuer Besetzung zu bewundern. Danach Ringelpietz mit Anfassen.

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