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2. Juni 2013 / bubuludilli

Im Glashaus war nichts los

schaut man sich eine Veranstaltung in einer beliebigen Venue etwas näher an sind gewisse Regelmäßigkeiten zu erkennen: Ein Act taucht auf, sei es Band, DJ, Zirkuspferd, wird gebauchpinselt und bereitet sich aufs loslegen vor. Das Catering versucht den Besuchern noch einen müde Münze abzupressen und Thekenlakaien stehen bereit um für Erfrischung zu sorgen. Es gibt einen Anfang, es gibt einen Schluss, dazwischen passiert etwas.

So weit so gut. Aber was passiert, wenn man das mal umdreht? Dieses Gedankenspiel hat Max F. gewagt und einfach mal „Nichts“ im Glashaus veranstaltet. Phänomenal:

Die Theke wurde ausgeräumt, die Sitzgelegenheiten in die Ecke gestapelt, Kasse gab es keine, Musik war nicht zu hören, auch das Licht wurde gedimmt und wenige Kerzenlichter erhellten das Spektakel. Nichts wurde möglichst genau nachgestellt.

Um Punkt 8:oo gings dann los, zwei Damen klopften an der Türe, sie hätten gehört, es seine eine philosophische Abhandlung über „Nichts“ zu hören. Weit gefehlt.

Über den Abend tröpfelten dann ein paar neugierige Nasen hinein, die üblichen Verdächtigen waren sowieso da. Und dann passierte es: Der leere Raum füllte sich. Jeder Besucher brachte einen kleinen Funken selbst mit und schwuppdiwup, war plötzlich was los. Ein Bier wurde aus dem Lager gemogelt, die Nebelmaschine war plötzlich an und irgendjemand, also genauer Thaddl, malte ein Bild im spärlichen Licht.

Gegen Mitternacht war der Spuk dann auch vorbei, Nichts war passiert…

Ein persönliches Highlight war es, dass so etwas einfach passieren kann. Ein Vorstoß gegen das Paradigma, laut dem immer viel gemacht werden muss, auf möglichst effiziente Art und Weise.

Zudem hatte ich das Bärenvergnügen im Laufe das Abends improvisatorisch wirksam zu werden indem ich den Tastatur-Sampler „Soundplant“ mit dem 3-Sekunden Wav.Schnipsel fütterte, der einst der Drumfill aus t.A.T.u.s „All the things she said“ gewesen war. Dieses kleine Sample ergab in verschiedenen Tempi übereinander gelegt eine formidable Soundwand. Noch ein Mp3-Spieler und die satte Filtersektion des Mischpults und fertig war die Laube…

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