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4. Juli 2013 / djdadaeus

9 Stunden Hörkunst-Wahnsinn

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Eigentlich war es angesetzt auf 24 Stunden, aufgrund diverser Sicherheitsbestimmungen des Veranstaltungsortes wurde es auf 9 Stunden gekürtzt. Dennoch war es am 15.06.  im Jahre des Herrn 2013 so weit: Ein Kontor zog aus, das  Hörkunstfestival in Erlangen zu erobern.Ein Schiff ,voll beladen mit jeder Menge Spielzeug, segelte dementsprechend morgens los, um am Vormag feierlich das Kontor zu eröffnen und der Wahnsinn nahm seinen Lauf.

Der Counter wurde angestellt, alles eingestöpselt, fehlende Details organisiert, und langsam, zunächst Akustisch, nahm das neu geborene Schiff der Flotte seinen Kurs gen Kunst, Wahnsinn, Zerstörung des guten Geschmacks und in neue unendliche Weiten auf, welche nie zuvor ein Mensch betrat.

Selten segelten so viele Hanseaten gemeinsam mit so vielen verschiedenen Segeln: Eine singende Säge, Blechtrommel, Gitarren, Plattenteller, tonnenweise elektronisches Spielzeug und ein überschaubares Dickicht an Zeug und Kram erzeugten im Laufe der überaus ereignisreichen Reise Klang, Klänge, Klangteppiche, aber auch jazziges und Chaos, sphärisches und lustiges, klamaukiges, chaotisches und kuchiges.

Das Besondere an dieser Reise: Über die 9 Stunden Verlauf fand sie eher wenig Zuhörer und -schauer. Die, die es sahen, schienen bisweilen recht euphorisiert. Noch euphorisierter waren dann die Hanseaten als es einmal draussen und dann auch im berüchtigten Seminarraum 4 zu einer gemeinsamen Strecke im Meer der Klänge mit den lieben Künstlern von Sohne  führte.

Und das passte gerade zu Felix wie die Faust aufs Auge, erzeugte Dissonanzen, Spannnung, Lärm und Freude. Und es erreichte 10 Minuten vor Ende der Zeit seinen absoluten dramatischen Höhepunkt, eine postapokalyptische Postimplosion des einen und absoluten Seins des Klanges im Raum, jener welcher das E-Werk in seinen Grundfesten zu erschüttern verstand. Diese Aufnahme gibt es einigermaßen wieder:

Es war dann schneller zu Ende als man meinte. Viel war passiert, und da ein Bild mehr als Tausend Worte sagt:

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Besondere Anekdote: Der Herr an den Drums. quasi 9 Stunden durchgehend muss man erst mal schaffen. Auch wenn sich die Konstellationen oft und rege wandelten, eine Konstante gab es also.Respekt.

Danke an dieser Stelle an die Crew vom Hörkunstteam für Gastfreundschaft, Wein,Speis und einen Schlafplatz in einer denkmalgeschützten Jugendherberge im Look von sozialistischen SciFi Filmen und an Sohne für das gemeinsame Kunst produzieren.

Möglicherweise hat dieses Treffen im Herbst in Bayreuth ein ebenso spannendes Nachspiel. In welche Form und Gestalt, wird sich zeigen.

In diesem Sinne:

Ahoi!!!

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